Bremer Azubis fahren auf Berlin ab

Berlin war eine Reise wert – so das Fazit der 15 Auszubildenden  aus dem Ausbildungsgang „Fachkraft im Fahrbetrieb“ (FiF), die vom 23. bis 25. April die Bundeshauptstadt besuchten. Für die Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs waren der Besuch des Reichstags und der Berliner Verkehrsbetriebe einer der Höhepunkte ihrer Ausbildung an der Bremer Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr (GAV).

Zusammen mit den beiden begleitenden Lehrern, Herr Havemann und Herr Stuber, stand am ersten Besuchstag von Madame Tussauds auf dem Programm. Im Berliner Ableger des weltberühmten Londoner Wachsfigurenkabinetts ließen sich Schülerinnen, Schüler und Lehrer mit den Wachs-Kopien von Berühmtheiten wie Albert Einstein, Lady Gaga oder Oliver Kahn fotografieren.
Am zweiten Tag besuchten die Auszubildenden den Reichstag auf Einladung der Bremer Bundestagsabgeordneten Bettina Hornhues (CDU). Bei einer Führung gewannen sie Einblicke in die politische Arbeit der Bundestagsabgeordneten und erfuhren interessante Anekdoten über die Geschichte des deutschen Parlamentsgebäudes.

Im Bus sind alle gleich
Der Höhepunkt war jedoch ein Besuch bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die Auszubildenden zur Fachkraft im Fahrbetrieb ließen sich von Fahrlehrern die Besonderheiten der Berliner Doppeldecker-Busse erklären und konnten selbst auf dem Depotgelände eine kurze Rundfahrt mit den mächtigen, aber überraschend leicht zu fahrenden Berliner Wahrzeichen machen. Hier mussten zum Vergnügen der Azubis auch ihre Lehrer ran und zeigen, dass sie nicht nur hinter dem Lehrerpult mit ihrer Theorie glänzen können. Es zeigte sich jedoch schnell, dass die Herren Havemann und Stuber ihrem Beruf als Lehrer treu bleiben (sollten).
In der Leitstelle für Bus und S-Bahn zeigten die Fahrdienstleiter, dass im Berliner Nahverkehr nichts dem Zufall überlassen wird. Bei jedem Bus und jeder Bahn sind Standort, Abfahrtszeiten, Umleitungsstrecken und Verkehrslage genau erfasst, die Fahrzeuge melden selbständig ihre Auslastung an die Zentrale, so dass bei Bedarf auch Verstärkerfahrzeuge eingesetzt werden können.
Abgerundet wurde der Ausflug durch ein gemeinsames Abendessen in Kreuzberg. Als die Schülerinnen und Schüler am späten Freitagabend wieder in Bremen ankamen, war das Fazit eindeutig: „Die Zeit ging viel zu schnell rum, man hätte noch viel mehr in Berlin machen können“, meint eine Schülerin und ihr Klassenkamerad ergänzt: „Unterricht ist auch nett, aber wir brauchen unbedingt mehr Klassenfahrten im Stundenplan!“.

  Dr. Andre Stuber